Begleiteter Umgang nach §18.3 SGB VIII

  •  Einsatzmöglichkeiten

Begleiteter Umgang kann sinnvoll sein, wenn

  • die Kontaktanbahnung moderiert werden muss
  • die Übergabe des Kindes vom Sorgeberechtigten/-verpflichteten zu übernehmen und zu begleiten ist
  • zum Schutz des Kindes vor körperlicher oder seelischer Gefährdung
  • die Gefahr der Kindesentführung besteht
  • eine Rückführung des Kindes aus einer Pflegefamilie oder einer stationären Unterbringung beabsichtigt ist
  • eine psychische Erkrankung der Umgangsberechtigten/-verpflichteten vorliegt
  • Ziele

Begleiteter Umgang dient als unterstützende, durch Beratung flankierte pädagogische Maßnahme der Ausübung des Umgangrechts, mit dem Ziel, die Umgangsgestaltung sobald wie möglich zu normalisieren.

Ziele insbesondere sind:

Förderung des Kindeswohls, Stärkung des Kindes

Vermeidung von Kontakt- und Beziehungsabbrüchen zwischen Kind und Umgangsberechtigen/ -verpflichteten

Erhaltung, Entwicklung und Wiederherstellung der sozialen Kontakte und emotionalen Bindungen zwischen den Beteiligten

Sensibilisierung der Umgangsberechtigen/ -verpflichteten für die Belange und Bedürfnisse des Kindes

Entwicklung eines konstruktiven Dialogs

Erarbeitung eines einvernehmlichen Konzeptes zur Verselbständigung des Umgangs

  • Zugangswege

über das Jugendamt

über das Familiengericht

Selbstanmelder über das Jugendamt

  • Personelle Voraussetzungen

Umgangsbegleitung wird geleistet durch festangestellte Dipl. Psycholog_innen oder Dipl. Sozialpädagog_innen, mit Berufserfahrung in sozialpädagogischen Handlungsfeldern. Professionalität, Selbstreflexion, wöchentliche Teamsitzungen, Supervision und interne und externe Fort- und Weiterbildung sind selbstverständlicher Teil der Arbeit.

  • Räumliche Vorrausetzungen

Der Träger stellt geeignete Räumlichkeiten mit alters- und kindgemäßen Beschäftigungsmöglichkeiten für den betreuten Umgang zur Verfügung.